Magischer Realismus

Magischer Realismus

Der magische Realismus ist eine Erzählform, in der das Alltägliche und das Unmögliche nebeneinander existieren, ohne dass jemand Aufhebens darum macht. Ein Großvater vergisst, welches Jahr gerade ist, und begibt sich nach und nach in ein Jahr, das es gar nicht gibt. Ein Stadtteil verliert jeden Dienstag eine Stunde. Eine Frau stellt fest, dass der Fluss hinter ihrem Haus Dinge zurückgibt, die die Menschen für verloren hielten. Das Genre entspringt einer tiefen literarischen Tradition in der lateinamerikanischen Literatur und hat sich seitdem auf viele andere Sprachen und Kulturen ausgebreitet; die Kurzgeschichte ist eine seiner natürlichsten Formen. Auf StorySloth sind die Werke des magischen Realismus meist ruhig, charakterorientiert und scheuen sich nicht vor Mehrdeutigkeit. Die Autor*innen kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, was sich auch in den Geschichten widerspiegelt: Die Einflüsse reichen von García Márquez und Borges über Murakami bis hin zu Autor*innen, die in karibischen, afrikanischen und osteuropäischen Traditionen arbeiten. Nutze den Filter für die Lesezeit, um eine Länge auszuwählen, und den Tonfilter, um zwischen philosophischen, surrealen, herzerwärmenden oder düsteren Varianten der Form zu wählen. Das Genre steht auf StorySloth neben Fantasy und literarischer Belletristik, und viele Werke könnten problemlos mehr als eines dieser Etiketten tragen.